In Zeiten immer flacher werdender Fernseher leidet aufrgrund von geringer Gehäusetiefe, und somit fehlendem Resonanzkörper die Qualität der internen Lautsprecher. Abhilfe schaffen externe Lösungen wie Surround-Systeme oder Soundbars. Einen Vertreter der Gruppe der Soundbars wollen wir heute genauer unter die Lupe nehmen, und zwar die Yamaha YAS-101, eine 7.1 Soundbar mit 120 Watt Leistung.

Kompakte Soundbar mit ansprechendem Design und attraktivem Preis

Die Yamaha YAS-101 überzeugt durch Optik und Leistung bei vergleichsweise günstigem Preis

Die Yamaha YAS-101 überzeugt durch Optik und Leistung bei vergleichsweise günstigem Preis


Die Yamaha YAS-101 Soundbar ist eine kompakte (sie ist lediglich 88cm breit und somit durchaus schlank für eine Soundbar) und optisch ansprechende Soundbar, die über optischen Digitalton (2 x SPDIF/ODT Eingänge) oder per Coaxial-Kabel (1 Eingang) mit insgesamt bis zu 3 Geräten wie Fernseher, Blu-Ray Player oder einer Spielekonsole verbunden werden kann. Sie verfügt standardmässig über zwei Aufhänge-Aussparungen für eine etwaige Wandbefestigung. Möchte man sie lieber unterhalb/vor dem Fernseher auf dem TV-Rack platzieren, so kann man (je nach genauer Position der Soundbar) Gebrauch machen von einem praktischen Zusatz-Feature der YAS-101, welches darin besteht, daß sie in der Lage ist, die Infrarot-Signale anderer Fernbedienungen (z.B. die des Fernsehers) nach hinten durchzureichen mittels eingebautem IR-Flasher. Dadurch umgeht die Soundbar auf elegante Art und Weise das potentiell auftretende Problem einer IR-Signal-Blockierung beim Bedienen des Fernsehers durch die vor dem Fernseher platzierte Soundbar. Ein sehr lobenswertes, praktisches Feature, wie wir finden.

Die Yamaha-Soundbar selbst verfügt ebenfalls über eine kleine Fernbedienung, mit der sich die Lautstärke regeln lässt, sich Klang-Einstellungen vornehmen lassen und die Eingänge gewechselt werden können. An dieser Stelle sei noch erwähnt, daß man im Normalfall zur Regelung der Lautstärke nicht zwingend auf die Fernbedienung der Soundbar angewiesen ist, sondern diese nach wie vor mit der normalen Fernbedienung des Fernsehers regeln kann, zumindest sofern dieser über eine Funktion zur Abschaltung der eigenen, internen Lautsprecher verfügt. Hat man die internen Lautsprecher deaktiviert, kann man in der Folge die Lautstärke der Soundbar mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern.
 

Sehr gute Verarbeitung, Abstriche bei der Ausstattung

An der Rückseite befinden sich die Eingänge (2 x ODT, 1 x Coaxial) und der Anschluss für einen (nachrüstbaren) Subwoofer

An der Rückseite befinden sich die Eingänge (2 x ODT, 1 x Coaxial) und der Anschluss für einen (nachrüstbaren) Subwoofer


Hervorzuheben ist die sehr gute Verarbeitung der Yamaha YAS-101, welche einem gleich beim Öffnen der Verpackung ins Auge springt, auch bei genauerer Betrachtung keinerlei Schwächen (z.B. scharfe Kanten und dergleichen) zeigt und somit den sehr guten Ersteindruck bestätigt, den wir von dieser schicken, kompakten Soundbar gewinnen konnten.

Kommen wir zum Innenleben der Yamaha YAS-101. Im Gehäuse der kompakten Soundbar gibt es zwei im unteren Bereich verbaute Tieftöner, deren Bässe durch die seitlichen Bassreflexöffnungen nach außen dringen und somit den Raum mit den niederfrequenten Tönen versorgen. Diese Art der niederfrequenten Beschallung hat den Vorteil, daß das Gehäuse kompakt bleiben kann und der Bass dennoch kraftvoll und voluminös daherkommt. Dies im Falle der Yamaha Soundbar allerdings vor allem ab einer gewissen Mindestlautstärke, welche ungefähr im oberen Bereich der Zimmerlautstärke anzusiedeln ist. Erst hier entfaltet der Bass dann seine volle Stärke und überzeugt durch seine raumfüllenden, kraftvollen Tieftöne. Ein externes Tieftöner-Element (wie bei manch anderen Soundbars) befindet sich nicht im Lieferumfang, kann aber dank vorhandener Anschlussmöglichkeit bei Bedarf nachgerüstet werden. Die Anzeige der Lautstärke und generell das Feedback beim Verändern von Einstellungen erfolgt über mehrere Status-LEDs in der Mitte der Soundbar. Rechts daneben gibt es zudem eine schmale Leiste von Bedienelementen für die manuelle Einstellung am Gerät selbst.

Ein paar Abstriche muss man bei der Ausstattung im Vergleich mit teureren Soundbars machen:
Unter anderem erfolgt die Anzeige von veränderten Einstellungen lediglich mit Hilfe der zuvor erwähnten Status-LEDs, welche in verschiednen Farben (grün, orange und rot) und in unterschiedlicher Signaldauer (durchgehend oder blinkend) leuchten. Um deren Bedeutung zu verstehen, muss man leider erst einmal die (zum Glück sehr gut gelungene und einfach zu verstehende) Anleitung konsultieren. Hat man dies getan, gelingt der weitere Konfigurationsablauf aber dann doch recht zügig und ohne weitere Verzögerungen. Was hierbei natürlich grundsätzlich hilfreich gewesen wäre, ist ein eigenes Display an der Soundbar selbst, oder eine TV-Anschluss-Möglichkeit um weitere Bedien-Elemente auf dem Fernseher anzuzeigen. Leider verfügt die Yamaha YAS-101 weder über ein eigenes Display, noch über einen TV-Anschluss für ein etwaiges, zusätzliches User-Interface auf dem Fernseher, was dazu führt, daß es insbesondere bei der Erstinbetriebnahme erst einmal eine Zeit dauert bis man beispielsweise die Verzögerung von Bild und Ton korrekt eingestellt hat. Die Usability ist insofern also nicht so intuitiv und selbsterklärend wie bei teureren Soundbars, die über diese Zusatz-Ausstattung verfügen. Insgesamt ist dies aber im normalen Rahmen in diesem Preis-Segment und das Preis-/Leistungs-Verhältnis der gerade einmal 200 bis 250 EUR teuren/günstigen Soundbar erweist sich bei weiterer Begutachtung dennoch als überaus gut.
 

Sinnvolle Features, ausgewogenes Klangbild

Bei den Klang-Einstellungen hat man die Wahl zwischen Stereo-Klang und Surround-Simulation (Virtual Surround):
Die neben dem normalen Stereo-Klang wählbare Surround-Simulation klingt für das Preis-Segment von 200-250 EUR erstaunlich gut und verfügt über eine ansehnliche räumliche Tiefe, ist aber nicht so eindrucksvoll wie bei einem richtigen Surround-System oder bei Soundbars (deutlich) höherer Preis-Segmente.

Die etwas spartanische Ausstattung gleicht die Yamaha Soundbar durch ein sehr gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis aus

Die etwas spartanische Ausstattung gleicht die Yamaha Soundbar durch ein sehr gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis aus


Insgesamt verfügt die Yamaha YAS-101 über relativ wenige Einstellungsmöglichkeiten für einzelne Ton-Eigenschaften: Die Bässe lassen sich über die Einstellung der Tierftöner regeln und es gibt eine sogenannte “Clear Voice”-Funktion, welche die Stimmen merklich hervorhebt. Ein Feature, das bei manchen Filmen mit viel Augenmerk auf diverse Sound- und Explosions-Effekte mehr als willkommen ist. Weitere Konfigurationsmöglichkeiten für den Klang an sich gibt es leider nicht, lediglich die Tonverzögerung lässt sich noch einstellen, um die oft durch aktuelle 100 (oder mehr) HERTZ-Fernseher und ihre umfangreichen Bildverbesserungs-Möglichkeiten verursachten Asynchronitäts-Probleme zu beseitigen.

Kommen wir zum wichtigsten Aspekt einer Soundbar, dem Klangbild. Hier zeigt sich ein ausgewogenes Klangvolumen: Gute, klare Höhen, klar verständliche Stimmen (auch dank Clear Voice-Funktion) und ein überraschend kräftiger, nicht zum Dröhnen neigender Bass führen zu einem absolut positiven Gesamtbild, das uns überzeugen konnte. Einziger Kritikpunkt ist hier vielleicht die weiter oben bereits erwähnte Mindestlautstärke, mit der man die YAS-101 betreiben sollte, um die gewünschte Bass-Leistung hervorzukitzeln. Hat man diese eingestellt, so kann sich der Bass absolut sehen/hören lassen. Liegt man darunter, fällt er von der Intensität ein wenig ab.

Tieftöner bei Bedarf nachrüstbar

Sollte man mit der Bass-Performance also nicht vollauf zufrieden sein, so lässt sich die Yamaha YAS-101 Soundbar auch wunderbar mit einem zusätzlichen, separaten Subwoofer (Tieftöner) kombinieren, für den eine dezidierte Coaxial-Buchse an der Rückseite vorhanden ist. Gut geeignet sind hier unserer Erfahrung nach unter anderem der Rack-taugliche Yamaha YST FSW 050 (hier bei uns im Test), dessen großer Bruder Yamaha YST FSW 150 oder auch der Kenwood SW-40 HT-BK.

Verfügbarkeit und Preis:

Die Yamaha YAS-101 Soundbar ist in der Regel für 200-250 EUR im Handel erhältlich, entweder im gut sortierten Elektromarkt oder auch bei Amazon.de.
 

Fazit:

Unter dem Strich konnte uns die Yamaha YAS-101 Soundbar absolut überzeugen. Vor allem in Anbetracht des vergleichsweise günstigen Preises von 200-250 EUR sind sowohl die gute Klangqualität, als auch die netten Zusatz-Features (IR-Signal Durchreichung) und die sehr gute Verarbeitung der angenehm schmalen (88cm Gehäuse-Breite) Soundbar über jeden Zweifel erhaben und bringen der Yamaha YAS-101 somit eine klare Kaufempfehlung unsererseits ein.

Wer Abhilfe sucht für die (heutzutage leider fast zur Gewohnheit gewordene) schlechte Klangqualität seines HD-Fernsehers und kein kleines Vermögen ausgeben möchte für eine High-End SoundBar oder ein ausgewachsenes Surround-System, der ist mit dieser kompakten und vergleichsweise günstigen SoundBar genau richtig beraten.

 

Positiv:

+ Ausgewogenes Klangvolumen:
Guter, kräftiger Bass, klare Höhen. Stimm-Verbesserung dank Clear Voice-Funktion.
+ Erstaunliche Leistung bei kompakten Maßen
+ ansprechendes Design, sehr gute Verarbeitung
+ Praktische Zusatz-Features:
IR-Flasher (Durchreichung von Fernbedienungs-Signalen an den Fernseher)
Lautstärke-Steuerung bei den meisten Fernsehern möglich über dessen Fernbedienung

 

Negativ:

- etwas spartanische Ausstattung verglichen mit teureren Soundbars
- Einrichtung etwas umständlich (Status-LEDs statt Display)

 
 

Yamaha YAS-101 7.1 Soundbar – Bilder-Galerie:


 

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