Auch wenn man es beim ersten Anblick gar nicht für möglich halten möchte, handelt es sich beim YAMAHA YST FSW 050 tatsächlich um einen Subwoofer. Um einen „Rack-tauglichen“ Aktiv-Subwoofer um genau zu sein. Mit einer Kantenlänge von 35 Zentimetern und einer Höhe von 16 Zentimetern ist der YAMAHA sehr kompakt für einen Subwoofer und lässt sich durch diese kompakten Abmessungen in nahezu jedem Rack / Regal komfortabel unterbringen. Er ist nach dem sogenannten Downfire-Prinzip konstruiert und wird von Yamahas “Advanced Yamaha Active Servo”-Technologie (Advanced YST) angetrieben, die auch bei kompakter Gehäuseabmessung einen überaus voluminösen und durchzugsstarken Bass ermöglichen soll.
 
So viel zur Theorie. Was wir nach unserem ausgiebigem Test auf jeden Fall bestätigen können, ist der gute Eindruck, den der aus dem Yamaha kommende Bass, sowohl vom Klang, als auch von der Intensität macht. Er hängt sich den Regallautsprechern unseres Test-Equipments überraschend gut „unten herum“ an, ergänzt ihn also im Tieffrequenzbereich richtig gut, und ist darüber hinaus auch für ein „normal audiophiles Heimkino-Ohr“ praktisch nicht zu orten. Was ein wenig überraschend ist, weil man von der Theorie her eigentlich davon ausgehen könnte, daß ein so kleiner und derartig konstruierter Tieftöner leichter zu orten sein müsste als ein „normal-großer“ Subwoofer herkömmlicher Konstruktion.

Klein, aber oho!

Der Yamaha YST-FSW-050 ist ein kompakter, Regal-tauglicher Aktiv-Subwoofer

Der Yamaha YST-FSW-050 ist ein kompakter, Regal-tauglicher Aktiv-Subwoofer nach dem sogenannten Down-Firing Prinzip


Was uns außerdem überrascht hat, war die Intensität der Bassverstärkung, die vom YAMAHA ausgeht. Schließlich konnte man bei einer lediglich 16 cm großen Membran und lediglich 100 Watt Leistung im Vorfeld nicht unbedingt Wunderdinge erwarten. Aber auch an dieser Stelle hat uns der Yamaha überaus positiv überrascht und liefert eine Leistung ab, die einem „ausgewachsenen“ Tieftöner durchaus das Wasser reichen kann. Zumal man nicht vergessen sollte, daß die Sache mit der vergleichsweise kleinen Membran auch seine Vorteile hat. So führt diese nämlich dazu, daß das Schwingverhalten schnell anspricht und der Yamaha dadurch bereits bei relativ geringen Lautstärken Töne produziert, und nicht erst ab einer gewissen Mindest-Lautstärke wie viele Tieftöner mit 25cm-Membran.
 

Für Filme top. Für Musik nicht Flop, aber auch nicht perfekt.

 
Kommen wir zu den konkreten Hörtests in den unterschiedlichen Disziplinen „Musik“ und „Film“. Im Musik-Betrieb muss man leider den ein oder anderen Abstrich in Kauf nehmen, was vor allem damit zu tun hat, daß uns der Tief(st)bass bei dem ein oder anderen Song nicht wirklich überzeugen konnte. Hier merkt man dem kleinen Yamaha dann doch die 16cm-Membran an (gegenüber 25 cm bei „normalen“ Subwoofern). Beim Schauen von Filmen erwies sich dieser Nachteil jedoch als deutlich weniger stark ausgeprägt. Bei den üblichen Verdächtigen im Bereich Actionkino ( z.B. Transformers, Batman, 2012 etc.) war der Bass jederzeit voll und kräftig, und wusste sowohl beim Klangvolumen, als auch beim der Klangqualität insgesamt durchaus zu überzeugen. Natürlich sollte man sich an dieser Stelle darüber im Klaren sein, daß man von einem Subwoofer dieser Kategorie keine Wunderdinge erwarten kann. So hatte unser Klang-Experte vereinzelt den Eindruck, daß der Bass ein kleines bisschen zum Dröhnen neigt, ein Phänomen, welches bei sehr hochwertigen Tieftönern eigentlich nie auftritt. Wer also einen Subwoofer im Highend-Bereich gewohnt ist und einen neuen Tieftöner sucht für sein Heimkino-Equipmnet, das sich preislich im vier- bis fünf-stelligen Bereich befindet, der sollte sich beim Thema Subwoofer ebenfalls in diesen Preis-Gefilden umsehen. Wer jedoch nicht so viel Platz hat in der Wohnung/im Heimkino, und einen preisgünstigen Rack-Subwoofer sucht, der wird am Yamaha mit Sicherheit seine Freude haben.
 
Übrigens:
Alternativ gibt es aus der Reihe der Rack-Subwoofer von Yamaha noch einen „großen Bruder“ dieses Subwoofers, und zwar den Yamaha YST FSW Advanced YST II Subwoofer mit 130 W Leistungsaufnahme (statt 100W) und einem etwas breiteren Gehäuse.
 
 
Den Yamaha YST FSW 050 bei Amazon kaufen
 

Fazit:

Insgesamt waren wir nach dem Test wirklich überrascht von der Leistung, die der kleine Yamaha abliefert. Die in Anbetracht der Maße und der Konstruktion mehr als überzeugenden Eindrücke bei Klang und Intensität können vielen „ausgewachsenen“ Subwoofern durchaus Paroli bieten, und das bei der vergleichsweise geringen Größe und dem attraktiven Preis.
 
Wer also Platz-technisch ein wenig eingeschränkt ist im Heimkino, und außerdem nicht mehrere Hundert EURO für eine einzelne Audio-Komponente ausgeben möchte, dem kann man den YAMAHA YST FSW 050 nur wärmstens empfehlen. Außerdem überzeugt er nicht nur durch Leistung, sondern macht – dank kompaktem und schickem Gehäuse- auch optisch einiges her, und fügt sich prima ein in jedes Heimkino-Setup.

 
 
 
POSITIV:
 
- gutes Preis- / Leistungs-Verhältnis
- gute Verarbeitung
- ansprechendes Design (macht sich gut im Rack neben den anderen Geräten)
- kompakte Maße: er passt nahezu problemlos in alle Regale/Racks

 
 
NEGATIV:
 
- Tiefbass kann nicht vollends überzeugen
- für Filme besser geeignet als für Musik

 
 
 
 
 

Artikel hinzugefügt am 18.4.2012

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>